Erkenntnis des Tages | UPDATE & frohes neues Jahr!

Hallo ihr da draußen, geht es euch gut? Ich hoffe es sehr. Das neue Jahr hat vor einer Woche begonnen, erst mit Regen, jetzt mit Sonnenschein, und sobald die Wolkendecke verschwunden war (sie ist wieder da, aber geben wir uns noch eine Weile der Illusion hin, sie hätte sich für längere Zeit verzogen), wurden auch meine Gedanken ganz leicht. Die Angst vor ellenlangen To Do-Listen und dem sich ankündigenden Stress (Januar = Prüfungsphase) ist vergessen. Jedenfalls bei mir. Vorerst. Also schnell die Zeit nutzen, um den Blog endlich wieder zum Leben zu erwecken. Lang ist’s her (so fühlt es sich an) und ehrlich gesagt wollte ich schon viel früher wieder loslegen, aber mir fehlte die Muse. So ist das mit der Kreativität, sie kommt und geht, wie es ihr beliebt. Egal, wie ich das finde. Noch nicht einmal eine Idee hatte ich – worüber sollte ich bloß schreiben?? Über mich? Nun, was gibt es da zu erzählen? Weihnachten war schön, Silvester auch. Ende der Geschichte. Was gibt es Neues? Eigentlich nichts. Oh doch, wartet mal, im Stundentenwerk der Uni Leipzig (Goethestraße 6, erste und zweite Etage) sind gerade ein paar Fotos von mir ausgestellt. Wer Lust hat, kommt vorbei, ich freue mich über alle neugierigen Besucher – und über Feedback! 🙂 Apropos Uni: Studieren kann noch schöner sein, wenn man sich richtig Zeit nimmt, um interessante Inhalte tiefergehend zu verstehen. (Und darauf kommt die erst jetzt?) Mir macht die Arbeit für die Uni wieder Spaß (und die Motivation kommt langsam aber sicher wieder zurück … langsam aber sicher). Außerdem merke ich nun endlich, dass die ethnologische Perspektive mein Weltbild verändert hat. Nein, nicht verändert, umgekrempelt! In vielerlei Hinsicht. Im vergangenen Jahr hat sich Erkenntnis an Erkenntnis gereiht, es war kaum Zeit zum Durchatmen und Verarbeiten. Vielleicht hat mein Gehirn das alles in der Denkpause über Weihnachten und Silvester nachgeholt. Auf jeden Fall habe ich endlich das Gefühl, mein Studienfach im Kern verstanden zu haben. Halleluja.

Jetzt habe ich ja doch über mich geschrieben. Na, was solls, ich bin da, wo ich hinwollte: bei der Erkenntnis des Tages. In der nächsten Zeit möchte ich euch (natürlich nicht nur) erzählen, was ich im Studium so lerne. Es wird politischer auf dem Blog, das ist klar, philosophischer auch und bestimmt noch nachdenklicher (oje). Und es wird spannend. Ethnologisch zu denken bedeutet (für mich), vermeintliche Feststellungen zu hinterfragen. Dekonstruktion ist das Zauberwort. Wir haben schon viel dekonstruiert – das Geschlecht, Wissen, politische Kategorien, Verwandtschaft, Tradition, Moderne – die Liste ist lang. Und sie wird immer länger. Genug Stoff also, um den Blog so schnell als möglich mit vielen interessanten Beiträgen zu füttern.

Das war’s vom Mars. (Meine Mitbewohnerin lacht sich immer halb schlapp über die Ausdrücke, die ich von Mama oder Papa übernommen habe. Ganz vorn mit dabei: „Keine Panik auf der Titanik“ und „mit Gefühl und Wellenschlag“.) Genießt das Wochenende! Haltet die Ohren steif. 😉 Grüße ♥ Katinka

3 Kommentare

  1. Liebe Katinka
    Du studierst Ethnologie? Heute war ich an einem Universitätsinfotag (obwohl ich eigentlich schon ziemlich sicher bin, dass ich nicht studieren möchte) und habe die Vorlesung über Ethnologie besucht. Es klang spannend, daher freue ich mich schon, von Dir mehr darüber zu erfahren. Aber dennoch schien es mir auch so… lebensfremd zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, was ich mit dieser Ausbildung nachher machen würde. Ich habe das Bedürfnis, etwas zu bewegen. Nicht die Welt zu verbessern. Aber vielleicht ein paar Personen auf dieser Welt weiterzuhelfen. In welcher Weise auch immer. Und obwohl Ethnologie sehr spannend klingt, kann ich persönlich nichts damit anfangen. Bis jetzt ist es wie Wissen, welches mir in den Kopf gelegt wurde, ich aber nicht verwenden kann. Aber vielleicht hilft es mir ja, wenn mein Kopf mit noch mehr Wissen über Ethnologie gefüllt wird, Kulturen interessieren mich doch sehr. In dem Sinne: Ich bin schon auf Deinen nächsten Beitrag gespannt!
    Alles Liebe
    Zoey

    1. Liebe Zoey,
      das ist ja ein Zufall! 🙂
      Für mich ist Ethnologie alles andere als lebensfremd. Wir erfahren nicht nur, wie Menschen verschiedenster Regionen leben, sondern reflektieren unsere eigene Lebensweise (Kategorien, Arten und Weisen, über etwas nachzudenken, …). Aber ich verstehe, was du meinst. Vielen Studierenden geht es wie dir – Ethnologie ist interessant, aber was mache ich damit? Zum Glück hat man im und auch nach dem Bachelor-Studium Zeit, sich das zu überlegen. Es gibt 10000 Möglichkeiten.
      Und mal unter uns: Nach einer Vorlesung würde ich wohl mit keinem Studiengang etwas anfangen können. 😉 Am besten lernt man die Inhalte eines Studiums kennen, wenn man es ausprobiert. (Aufhören kann man immer noch.) Habe ein bisschen Geduld und erwarte nicht von dir selbst, alles sofort verstehen und anwenden zu können.
      Liebe Grüße 🙂 Katinka

    2. Achso, und noch etwas: Ich finde es wunderbar (♥), dass du Menschen helfen möchtest. Als Ethnologe/in, so die Erwartung aktuell, soll man sich eigentlich nicht einmischen. Gucken, reden, aber nicht politisch aktiv werden. Wer sagt aber, dass du nach dem Studium immer noch in der Ethnologie arbeiten musst? 😉 Ethnologische Herangehensweisen lassen sich auch in andere Arbeitsfelder integrieren.

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